Die siebte Etappe des Malerwegs ging von Kurort Gohrisch über den kühnen Aufstieg zum Pfaffenstein mit toller Aussicht vom Gipfelplateau, vorbei am Quirl mit seinen vielen Höhlen, zur berühmten Festung Königstein.
Der Aufstieg durchs Nadelöhr auf den Pfaffenstein hat mal wieder beeindruckt, wie all die teilweise extrem steilen Treppen und Leitern zwischen die Felsspalten eingebaut werden konnten, in denen ich meine Schultern zusammenfalten musste, um durchzukommen und selbst Maria mit ihrem kleinen Rucksack an der einen oder anderen Stelle einzuklemmen drohte. Die Aussicht von oben hat die Anstrengung auf dem Weg nach oben aber definitiv überwogen.
Den nächsten Tafelberg auf unserem heutigen Weg, den Quirl, kann man nicht besteigen, sondern nur umgehen. Die Festungsbesatzung empfand die Gefahr für die Festung Königstein zu groß, so dass der Zugang zum Quirl im Deutschen Krieg 1866 gesprengt wurde, um preußische Truppen daran zu hindern, auf dem Gipfelplateau Geschütze in Stellung zu bringen, um von dort aus die Festung zu beschießen.
Der Quirl ist aber auch von unten interessant, denn er hat viele Höhlen zu bieten. Die Malerweg-App erzählt uns zu vielen Stellen interessante Geschichts-Geschichten und man hat den Eindruck, dass neben den Adeligen zu Jagdgelagen seinerzeit in der Gegend hauptsächlich Diebe, Räuber und Geldfälscher die Höhlen genutzt haben – naja, das gemeine Bauernvolk hat die Höhlen auch genutzt, um ihr Hab und Gut inkl. Vieh in Sicherheit zu bringen, wenn der Ort gerade von den Schweden heimgesucht wurde.
In Königstein haben wir uns ein Eis gegönnt und sind anschließend noch ein Stück den der Festung gegenüberliegenden Hang hinauf gestiegen, um eine schöne Aussicht über Festung, Ort und Elbe zu bekommen, bevor wir den nächsten Bus zurück nach Bad Schandau genommen haben. Auf einen Besuch der Festung haben wir heute verzichtet, denn dort waren wir bei unserem letzten Besuch hier in der Gegend ausgiebig.