Die Entwicklung von Automatenmarken aus der Sicht eines Statistikers

 

1969/70 erschienen - damals ziemlich unbemerkt und noch gar nicht als Briefmarken erkannt - in einem Vorort von Paris die ersten Automatenmarken der Welt. Es sollte bis 1976 dauern, bis (in der Schweiz) erneut Automatenmarken herausgegeben wurden. Von da an begann deren zunächst langsamer aber immer schneller werdender Siegeszug. Inzwischen gehören ATM weltweit in den Industrienationen zum Postalltag und in Spanien werden praktisch ausschließlich Automatenmarken verwendet - die konventionellen Briefmarken wurden dort weitgehend verdrängt.


Die Entwicklung der Automatenmarken von der einfachen, rein postalisch initiierten „Gebührenquittung“ der Anfangszeit bis zu den aufwändig gestalteten Motivmarken der Gegenwart zeigt viele Parallelen zur Entwicklung konventioneller Briefmarken - allerdings in einem wesentlich kürzeren Zeitabschnitt. Daneben gibt es eine ganze Reihe von ATM-spezifischen Kriterien, die sich im Laufe der Zeit signifikant gewandelt haben. Dieses Exponat will die Entwicklung von Automatenmarken anhand der wichtigsten dieser Kriterien mit Hilfe von Statistiken veranschaulichen und sowohl philatelistisch als auch grafisch darstellen.

Unter diesem Titel haben wir gemeinsam ein Exponat zusammengestellt, das wir erstmals auf der Internationalen Briefmarkenbörse in Sindelfingen im Oktober 2006 der Öffentlichkeit zeigten.

Auf der WIPA 08 („Wiener Internationale Postwertzeichenausstellung“, 18.-21.9.2008) - einer der renommiertesten Weltausstellungen - werden wir diese Exponat in der Offenen Klasse ausstellen.